Jedes Jahr im Frühjahr machen sich unzählige Amphibien auf den gefährlichen Weg zu ihren Laichgewässern. Dabei lauern viele Gefahren – nicht nur auf unseren Straßen, sondern auch durch invasive Fressfeinde wie den Waschbären.
Um die Tiere vor dem Straßentod zu bewahren, errichten wir in Rudersberg und Umgebung jedes Jahr mobile Krötenschutzzäune. Haupteinsatz ist hierbei der Krötenschutzzaun in Eselshalden. Dieser lenkt Frösche, Kröten und Molche in Eimerfallen, aus denen unsere ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer sie sicher über die Straße tragen. Diese Maßnahmen sind entscheidend, denn ohne Schutz können bis zu 70 % der wandernden Amphibien an stark befahrenen Straßen überfahren werden.
Neben dem Straßenverkehr stellt auch der Waschbär eine immer größere Bedrohung für unsere heimischen Amphibien dar. Als geschickter Jäger plündert er Laichgewässer und alle anderen Stellen, an denen er die nicht sonderlich beweglichen Lebewesen erwischen kann. Besonders Erdkröten sind betroffen, da Waschbären gelernt haben, ihre eigentlich giftigen Drüsen zu umgehen.
Nach einem ersten, sehr erfolgreichen Probelauf des Nabu Ortsgruppe Aspach im letzten Jahr, wurde auch an unserem Feuchtgebiet am Trosenbach ein Elektrozaun gegen die Waschbären aufgestellt. Diese Zäune sollen die Laichgewässer der Amphibien effektiv schützen, um so eine sichere Brutsaison zu gewährleisten.